Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Belastungsasthma

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Belastungsasthma
Therapie von Belastungsasthma

Zur Therapie von Belastungsasthma werden sog. Dosieraerosole in der Regel mithilfe einer Inhalationshilfe verabreicht. Durch diese Inhalationshilfe kann gewährleistet werden, dass der Wirkstoff tatsächlich eingeatmet wird. Dosieraerosole können entweder zur akuten Therapie in kurz wirksamer Form oder in lang wirksamer Form angewendet werden. Sie können allerdings nur die Symptome lindern, nicht aber das Belastungsasthma selbst bekämpfen. Um den Entzündungsreaktionen in der Lunge entgegenzuwirken, ist eine Basistherapie, z. B. mit inhalativen Steroiden, sinnvoll. Alternativ zu einer solchen medikamentösen Therapie mit all ihren Risiken und Nebenwirkungen oder eine solche flankierend, bietet sich eine Inhalation trockenen Salzaerosols (Salzlufttherapie) an. Die winzigen Salzpartikel wirken in den Bronchien entzündungshemmend, sekretlösend und fördern die Regeneration der Schleimhäute der Atemwege.  Diese Therapie hat keinerlei Nebenwirkungen, ist natürlich und vergleichsweise kostengünstig. Daher empfehlen immer mehr Fachärzte und Heilpraktiker auch hierzulande diese Therapieform. Des Weiteren sollten Betroffene ihre Lunge durch eine ausgeprägte Aufwärmphase auf die körperliche Belastung vorbereiten, um akute Asthmaanfälle zu vermeiden.

Therapie von Belastungsasthma

Zur Therapie von Belastungsasthma stehen im Wesentlichen dieselben Therapeutika zur Verfügung wie für das generelle Asthma bronchiale. Verabreicht werden die eingesetzten Medikamente im Falle eines Asthmaanfalls oder auch zur vorbeugenden Therapie von Belastungsasthma zumeist in Form von Dosieraerosolen. Um eine einfache und sichere Inhalation der Dosieraerosole zu gewährleisten, eine Pilzbildung in Rachenraum zu verhindern und auch einem Reizhusten vorzubeugen, werden diese in der Regel immer mit einer Inhalationshilfe angewendet. Dadurch erübrigt sich zudem die Koordination des Auslösens und des gleichzeitigen korrekten Einatmens. Insbesondere bei einer Anwendung bei Kindern lässt sich so sicherstellen, dass das Kind auch tatsächlich den Wirkstoff einatmet.

Die in den Dosieraerosolen enthaltenen Medikamente wirken in erster Linie einer Verengung der Atemwege, wie sie beim Asthmaanfall entsteht, entgegen. Es handelt sich dabei um sog. Beta-Sympathomimetika. Sie können in kurz wirksame und lang wirksame Formen unterteilt werden. Kurz wirksame Beta-Sympathomimetika wirken innerhalb von Minuten und werden daher bei einem akuten Asthmaanfall eingesetzt. Lang wirksame Beta-Sympathomimetika hingegen lindern die auftretenden Symptome von Belastungsasthma bis zu 12 Stunden lang. Beiden Formen ist gemeinsam, dass sie nur die Beschwerden bekämpfen – und nicht die Ursache von Belastungsasthma.

In jüngerer Zeit entdecken immer mehr Mediziner und Heilpraktiker auch bei uns die Vorteile der Trockensalzinhalation (auch Salzlufttherapie oder Halotherapie genannt) auch bei Belastungsasthma. Hierbei geht es darum, daß mittels eines Gerätes die Raumluft mit trockenem Salzaerosol angereichert wird. Wichtig ist, daß die Salzpartikel im Wesentlichen eine Größe von nicht mehr als 1 -5 Mikrometern (µm) haben und eine trockene Vernebelung stattfindet. Der große Vorteil dieser Therapie besteht darin, daß sie völlig natürlich und daher ohne jegliche Nebenwirkungen ist. Sie ist für alle Altersgruppen geeignet und kann ohne Inhalationsmaske, nebenbei,  im eigenen Zuhause angewendet werden, ohne die Nutzer irgendwie zu beeinträchtigen. Die Trockensalzinhalation dient dabei der Vorbeugung gegen Belastungsasthma und fördert allgemein die Regeneration der Atemwegsschleimhäute. Vergleichsweise preiswerte Geräte sind nun auch bei uns unter der Marke Salin® erhältlich.

Beim Belastungsasthma sind es speziell die Beta-Sympathomimetika, die sowohl beim akuten, durch die körperliche Anstrengung induzierten Asthmaanfall als auch vorbeugend vor der Belastung zur Therapie eingesetzt werden. Dabei wird in beiden Fällen auf kurz wirksame Formen zurückgegriffen. Für Menschen mit Belastungsasthma gilt generell, dass den Bronchien nicht zu viel Zeit gelassen werden sollte, sich an die Belastung zu gewöhnen. Genau diese Gewöhnung ist allerdings auf der anderen Seite das Mittel, Asthmaanfälle im Ernstfall zu verhindern. Eine kontinuierliche Aufwärmphase vor einer starken Belastung hat günstige Auswirkungen auf die Lungenfunktion und mindert das Risiko eines belastungsinduzierten Asthmaanfalls, wie er beim Belastungsasthma auftreten kann.

Lydia Köper

09. August 2017
Symptome wie Husten oder Atemnot sollten bei Kindern sehr ernst genommen werden, da es sich um erste Hinweise für eine Asthmaerkrankung handeln könnte.
  
02. August 2017
Bei Asthma gibt es verschiedene Inhalationsgeräte, die zur Behandlung verwendet werden können. Die Anwendung unterscheidet sich je nach System.
  
31. Juli 2017
Patienten mit Atemwegerkrankungen, deren Symptome sie im Alltag belasten, haben die Möglichkeit, eine Rehabilitation in Anspruch zu nehmen.
  
03. Juli 2017
Bei Asthma können sog. Pulverinhalatoren, Vernebler oder Dosieraerosole eingesetzt werden. Die richtige Anwendung ist wichtig für die Wirkstoffaufnahme.
  
12. Juni 2017
Bei allergischem Asthma kommt es bei Kontakt mit bestimmten Allergenen zu einem Asthmaanfall. Es kann auch eine Mischform vorliegen.
  

Beim Belastungsasthma handelt es sich um eine Ausprägung des Asthma bronchiale. Er wird durch körperliche Anstrengung, z. B. in Form von Sport hervorgerufen und durch kalte, trockene Luft begünstigt. Das bedeutet allerdings nicht, dass Betroffene vollständig auf Sport verzichten müssen. Im Gegenteil ist es sogar von Vorteil, wenn Betroffene von Belastungsasthma sich weiterhin sportlich betätigen. Durch die Auswahl geeigneter Sportarten und die Einnahme von bronchienerweiternden Medikamenten ist dies durchaus möglich. Bei zu starker Schonung können Symptome, wie z. B. Atemnot oder Reizhusten schneller und bereits durch immer weniger Anstrengung ausgelöst werden.

Für Betroffene von Belastungsasthma ist das Vorliegen der Erkrankung kein Ausschluss für das Ausüben von Sport. Es kann in manchen Fällen sogar helfen, dem weiteren Fortschreiten des Asthmas entgegenzuwirken. Wichtig ist dabei, dass die Betroffenen eine ausreichend lange Aufwärmzeit einplanen, um die Lunge auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten. Außerdem sollten nur Sportarten ausgeübt werden, die für Belastungsasthmatiker geeignet sind. Dafür bietet sich vor allem das Schwimmen an, wohingegen man von Laufen und Skifahren eher absehen sollte. Zur Vorbeugung von Asthmaanfällen können sog. lang wirkende Dosieraerosole inhaliert werden.

Da es sich beim Belastungsasthma um eine Unterform des Asthmas handelt, müssen bei der Entstehung auch die Faktoren, die zu einem Asthma bronchiale führen, berücksichtig werden. Diese Auslöser können u. a. bestimmte Allergene oder Infekte sein. Beim Belastungsasthma führt dann vor allem körperliche Belastung zu einem Asthmaanfall. Ein Grund dafür ist die Austrocknung der Atemwege bei sportlicher Aktivität. Betroffene sollten allerdings weiterhin in einem auf das Belastungsasthma abgestimmten Maße Sport treiben, da sich die Erkrankung andernfalls verschlimmern kann. Forscher vermuten heutzutage einen Zusammenhang zwischen der Schweißproduktion bei Anstrengung und dem Vorkommen eines Belastungsasthmas.