Was ist Belastungsasthma?
Das Belastungsasthma, oft auch als Anstrengungsasthma beschrieben, ist eine Form des Asthma bronchiale. Es tritt überwiegend in Kombination mit anderen Formen dieser Erkrankung auf und ist insbesondere unter Allergikern weit verbreitet. Diese leiden an einem so genannten extrinsischen Asthma, also einer durch Allergien von außen ausgelösten Form des Asthma bronchiale. Von den Betroffenen eines extrinsischen Asthmas sind es die Mehrheit der Kinder und etwa jeder dritte Erwachsene, bei denen Asthmaanfälle durch körperliche Belastung ausgelöst werden können. Bei vielen Kindern treten Asthmaanfälle sogar überwiegend nur beim Sporttreiben auf, während sie ansonsten keinerlei Anzeichen der Krankheit zeigen. Eine Ausnahme ist dann gegeben, wenn die betroffenen Kinder zusätzlich an einem Infekt leiden – dies führt ebenfalls zu einem gesteigerten Auftreten asthmatypischer Symptome. Kalte und trockene Luft begünstigt generell die Entstehung des Belastungsasthmas, da es durch eine Austrocknung und Auskühlung der Bronchialschleimhäute hervorgerufen wird. Wer unter einem Belastungsasthma leidet, muss jedoch nicht völlig auf körperliche Tätigkeiten verzichten. Bei schrittweise gesteigerter Anstrengung und vorbeugender Gabe von bronchienerweiternden Medikamenten schränkt das Asthma die Betroffenen in vielen Fällen kaum ein. Möchten die Betroffenen weiterhin Sport treiben, so ist dies durch eine Wahl geeigneter Sportarten möglich.
Symptome von Belastungsasthma
Das Belastungsasthma ist gekennzeichnet durch eine anfallsartige starke Verengung der Atemwege bei körperlicher Belastung. Es entsteht also ein Asthmaanfall wie bei anderen Formen des Asthma bronchiale auch, nur dass er in diesem Fall durch die Belastung hervorgerufen wird. Bei einem Belastungsasthma zeigt sich der Anfall häufig sechs bis acht Minuten nach Beginn der Anstrengung. Er beginnt mit Atemnot, einem Engegefühl des Brustkorbes und einem Reizhusten. In den meisten Fällen ist der Höhepunkt des Anfalls fünf bis zehn Minuten nach Ende der Belastung erreicht. Die Symptome gehen dann in der Regel innerhalb einer halben Stunde zurück. Das Belastungsasthma äußert sich allerdings nicht nur ausschließlich während einer Anstrengung, in einigen Fällen treten unmittelbar nach der körperlichen Belastung die typischen Symptome auf.
Belastungsasthma bei Kindern
Es ist die körperliche Belastung, die einen Anfall beim Belastungsasthma auslöst. Die Mehrheit der Kinder, die unter einer bestimmten Form des Asthma bronchiale leiden, zeigen zudem auch ein solches Belastungsasthma. Aus diesem Grund ist jedes dritte Kind, bei dem ein Asthma bronchiale diagnostiziert wurde, vom Schulsport befreit. Sport zählt zu den körperlichen Belastungen, die sehr häufig Asthmaanfälle hervorrufen, da es dabei abhängig von der Sportart zu einer Abkühlung und Austrocknung der Atemwege kommen kann. Wird ein Kind allerdings geschont, hat dies zur Folge, dass immer geringere Belastungen einen Asthmaanfall hervorrufen. Eine solche Vermeidungstaktik kann daher die Problematik verschlimmern.
Lydia Köper
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Informationen zur Betreuung bei Asthma finden Sie auf lunow.de